Lektorat besser nutzen: 7 Tipps für Selfpublisher

Aufgeschlagenes Notizbuch mit grünem Stift neben Laptop – darüber der Text: „Dein Text. Deine Stimme. Und eine Zusammenarbeit, die beides noch stärker macht.

Ein professionelles Lektorat ist weit mehr als eine Fehlerkontrolle. Es ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit dem Ziel, dein Manuskript erzählerisch und sprachlich zu stärken. Als Lektorin stelle ich Fragen, gebe Impulse, zeige Potenzial auf und begleite dich dabei, deinen Text weiterzuentwickeln. In deinem Stil. Mit deiner Stimme. Und mit dem Ziel, deine Geschichte noch klarer, stimmiger und kraftvoller zu machen.

Gerade für Selfpublisher*innen ist das Lektorat oft der erste intensive Austausch über das Manuskript. Deshalb möchte ich dir zeigen, wie du das Beste aus dieser Zusammenarbeit herausholen kannst.

1. Was ein Lektorat wirklich leisten kann – und was nicht

Ein Lektorat will nicht bewerten, sondern begleiten. Mein Ziel ist nicht, dein Buch perfekt zu machen. Es soll stimmig, klar und stark in dem sein, was du erzählen willst. Es geht um Verständlichkeit, Plausibilität, Stil, Erzähltempo, Struktur, Dialoge, Figurenführung. Je nach Genre spielen auch andere Schwerpunkte eine Rolle.

💡 Tipp: Lies meine Anmerkungen nicht als Kritik, sondern als Einladung zum Weiterdenken. Viele Autorinnen und Autoren sagen hinterher: „Das hat mir ganz neue Perspektiven eröffnet.“

2. Erst lesen, dann reagieren: So nutzt du das Lektorat bewusst

Wenn du das lektorierte Manuskript zurückbekommst, nimm dir erst einmal Zeit. Lies alles in Ruhe durch, am besten ohne sofort Änderungen vorzunehmen. Manche Hinweise brauchen etwas Abstand, bis sie wirken.

Tipp: Ändere das Format deines Manuskripts. So liest du mit einem anderen Blick, fast so, als wäre es das Buch einer anderen Person.

3. Vorschläge prüfen, nicht blind übernehmen

Du musst nicht jede Anmerkung annehmen. Es ist dein Buch. Aber prüfe ehrlich, warum du eine Änderung ablehnst: Weil du überzeugt bist oder weil du dich ertappt fühlst?

Gute Zusammenarbeit lebt vom Dialog. Wenn du Fragen hast, frag nach. Wenn du etwas anders siehst, sag es. So entwickelst du dein Manuskript weiter und stärkst dabei deine Stimme.

Tipp: Wenn dir eine Anmerkung nicht schlüssig vorkommt, markiere sie dir und lies sie ein paar Tage später noch einmal. Vielleicht erkennst du dann, was gemeint ist, und findest deinen eigenen Weg, damit umzugehen.

4. Bleib dir treu: So übernimmst du Vorschläge, ohne dich zu verlieren

Lektorate arbeiten oft mit Kommentaren im Text und mit Änderungsvorschlägen, zum Beispiel per Änderungsverfolgung in Word. Gerade stilistische Hinweise sind keine Befehle, stattdessen sollen sie dich unterstützen. Im Lektorat achte ich darauf, dass deine Stimme deine Stimme bleibt.

Tipp: Lies deine überarbeiteten Passagen laut. Klingt das nach dir? Wenn nicht, ändere es. Deine Stimme soll bleiben, sie soll sogar deutlicher werden.

5. Den roten Faden stärken und Brüche erkennen

Ein gutes Lektorat zeigt dir, wo dein Text rund läuft und wo nicht. Manchmal zieht sich eine Schwäche durchs ganze Manuskript, zum Beispiel Perspektivwechsel, zu viel Infodump oder zweidimensionale Nebenfiguren. Dann geht es nicht nur um einzelne Formulierungen, sondern um größere Fragen, etwa wie deine Geschichte funktioniert.

Tipp: Nimm dir ein separates Dokument und notiere dir die größeren Baustellen. So behältst du den Überblick und kannst gezielt daran arbeiten.

6. Lernchance statt Stolperfalle: Was du fürs nächste Projekt mitnimmst

Viele meiner Kundinnen und Kunden sagen: „Ich habe durch das Lektorat so viel gelernt.“ Und das freut mich sehr, denn genau darum geht es. Ein gutes Lektorat wirkt nicht nur auf das aktuelle Manuskript, sondern auf alles, was du künftig schreiben wirst.

Tipp: Leg dir ein Dokument mit Formulierungen an, die dir gefallen haben, oder mit typischen Stolperfallen, auf die du beim nächsten Projekt achten willst. So wächst nicht nur dein Text, sondern auch dein Handwerkszeug.

7. Schreib weiter mit Rückenwind

Nach dem Lektorat kommt oft die Überarbeitung. Das ist nicht immer leicht, aber sie lohnt sich. Nimm dir Etappe für Etappe vor, gönn dir Pausen, frag nach Feedback, wenn du unsicher bist.

Und dann: Schreib weiter. Mit neuer Klarheit, mehr Selbstvertrauen und dem guten Gefühl, dass du auf dem Weg zu deinem Buch nicht allein bist.


Im nächsten Beitrag geht es darum, was dich nach dem Lektorat erwartet: vom Korrektorat über den Buchsatz bis zum E-Book. Wenn du nichts verpassen willst, abonniere gern meinen Blog oder folge mir auf LinkedIn und Instagram.

Wenn du aktuell an einem Manuskript arbeitest und eine Lektorin suchst, die dich nicht nur sprachlich, sondern auch menschlich begleitet, dann schreib mir. Ich freue mich auf dein Manuskript.


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